
Auf die Frage „Was kostet ein Finanzberater?" gibt es keine einzelne Zahl. Es gibt vier Wege, wie Beratung bezahlt wird – und je nach Weg landen Sie bei 2.000 Euro einmalig oder bei 15.000 Euro im Jahr. Deshalb zuerst die Modelle, dann die Rechnung.
Sie zahlen die geleistete Zeit, wie beim Steuerberater oder Anwalt. Sinnvoll für eine einzelne Frage: eine Zweitmeinung zum Depot, die Prüfung eines Angebots. Für eine vollständige Planung kommen je nach Aufwand zehn bis zwanzig Stunden zusammen – daraus werden schnell 2.000 bis 6.000 Euro. Der Haken: Vor dem Start kennt niemand die Zahl am Ende.
Ein fester Betrag für ein fertiges Dokument. Der Preis steht vorher fest, das ist der Vorteil. Was danach kommt, ist der Haken: Ein Finanzplan ist eine Momentaufnahme. Wer ihn abheftet und drei Jahre später hervorholt, hält ein Papier in der Hand, dessen Annahmen nicht mehr stimmen.
Die Vergütung hängt an der Depotgröße. Bei einer Vermögensverwaltung kommen Produktkosten, Transaktionskosten und Depotgebühren dazu – zusammen liegen die Gesamtkosten häufig zwischen 1,0 und 3,5 Prozent im Jahr. Der Punkt dabei: Der Aufwand für die Beratung wächst nicht mit dem Depot. Die Rechnung schon.
Der klassische Weg bei Banken, Sparkassen und Strukturvertrieben. Bezahlt wird über den Ausgabeaufschlag beim Kauf – bis zu fünf Prozent der Anlagesumme –, über die laufenden Fondskosten und über die Bestandsprovision, die der Fondsanbieter Jahr für Jahr an den Vermittler weiterreicht, üblicherweise 0,2 bis 1,0 Prozent des angelegten Betrags. Bei Lebens- und Rentenversicherungen kommen Abschlusskosten dazu, die auf die ersten Jahre verteilt werden. Das Gespräch war kostenlos. Das Produkt nicht.
Ein Honorar, das weder an der Depotgröße noch an einem Abschluss hängt. Bei Klarwerk sind das 2.699 Euro im Jahr für Basis, 5.399 Euro für Plus und 10.799 Euro für Premium. Die Zahl steht vor dem ersten Termin fest und ändert sich nicht, wenn das Vermögen wächst.
Bei 500.000 Euro Vermögen kostet ein Prozent 5.000 Euro im Jahr, anderthalb Prozent 7.500 Euro. Bei einer Million Euro sind es 10.000 beziehungsweise 15.000 Euro. Ein Fixpreis von 2.699 Euro bleibt in beiden Fällen 2.699 Euro. Über zehn Jahre gerechnet ist das der Unterschied zwischen rund 27.000 Euro und rund 150.000 Euro – bei derselben Arbeit.
Die Frage wird meist mit einer Vermögensgrenze beantwortet. Das greift zu kurz. Entscheidend ist, wie viele offene Entscheidungen gleichzeitig auf dem Tisch liegen. Wer ein Depot hat und sonst nichts, braucht keine Planung. Wer ein Depot, zwei Immobilien, eine GmbH und die Frage nach dem Ruhestand hat, macht die teuren Fehler nicht beim einzelnen Produkt, sondern in der Reihenfolge: was zuerst, was später, was gar nicht.
Rechnen Sie jedes Angebot auf denselben Nenner um: Was zahle ich in Euro über die nächsten zehn Jahre, bei meinem Vermögen? Fragen Sie danach, ob die Vergütung steigt, wenn Ihr Depot wächst. Und lassen Sie sich sagen, was passiert, wenn Sie nichts abschließen – wer daraufhin nichts mehr verdient, wird Ihnen schwer zu einem Nein raten können.
2.699, 5.399 oder 10.799 Euro im Jahr. Sie kennen den Preis, bevor Sie zusagen – nicht nach zwei Gesprächen.
Ob 400.000 Euro oder 4 Millionen: dieselbe Rechnung. Der Aufwand hängt an der Zahl Ihrer Baustellen, nicht an der Depotgröße.
Kein Ausgabeaufschlag, keine Bestandsprovision, keine Abschlusscourtage. Es gibt keinen Fonds, an dem wir mehr verdienen als an einem anderen.

.avif)
.avif)
