
Im Angestelltenleben läuft die Altersvorsorge im Hintergrund. Ein Teil des Gehalts geht ab, der Arbeitgeber legt etwas dazu, niemand muss daran denken. Als Interim Manager fällt dieser Automatismus ersatzlos weg. Kein Arbeitgeberanteil, in der Regel kein Versorgungswerk, keine Erinnerung.
Dazu kommt das Verstreute. Aus früheren Anstellungen liegen fast immer noch Ansprüche irgendwo, aus selbständigen Jahren vielleicht ein Vertrag oder ein Depot. Zusammengetragen hat das selten jemand. So bleibt unbekannt, was im Alter tatsächlich zusammenkommt – und wie groß die Lücke zum gewünschten Lebensstandard wirklich ist.
Der erste Schritt ist deshalb keine neue Anlage. Es ist das vollständige Bild: alte Ansprüche, laufende Rücklagen, die tatsächliche Lücke. Und ein Weg, sie aus den Überschüssen der starken Jahre zu schließen – passend zu einem Einkommen, das in Mandaten kommt, nicht in gleichen Monatsraten.
Gesetzliche Rente aus früheren Anstellungen, private Verträge, Depots und Rücklagen ergeben erst gemeinsam ein Bild davon, was im Alter zusammenkommt.
Erst wenn die Differenz zwischen erwartetem Einkommen und gewünschtem Lebensstandard auf dem Tisch liegt, wird aus Vorsorge eine Entscheidung statt eines Bauchgefühls.
Vorsorge wird aus den Überschüssen der guten Jahre gespeist, nicht aus einer starren Rate, die im dünnen Jahr drückt. Und ohne Provision, die eine Empfehlung verzerrt.

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