
„Unabhängig" ist kein geschützter Begriff. Eine Bank darf sich unabhängig nennen, ein Strukturvertrieb ebenfalls. Wer prüfen will, ob Beratung tatsächlich frei von Produktinteresse ist, braucht deshalb keine Broschüre, sondern zwei Nachweise und drei Fragen.
Jeder, der in Deutschland Finanzanlagen berät oder vermittelt, steht im Vermittlerregister der DIHK. Entscheidend ist die Paragrafennummer. § 34f GewO bedeutet: Vermittlung gegen Provision. § 34h GewO bedeutet: Beratung gegen Honorar, ohne Zahlungen von Produktanbietern. Der Eintrag ist öffentlich und mit Name oder Registernummer in einer Minute gefunden. Wie schmal die zweite Gruppe ist, zeigt der Vergleich: rund 300 Eintragungen nach § 34h gegenüber rund 40.000 nach § 34f.
Es gibt nur drei Wege, wie ein Berater bezahlt wird. Erstens Provision: Der Produktanbieter zahlt, beim Abschluss und danach laufend. Zweitens Prozent vom Vermögen: Sie zahlen, aber die Summe wächst mit dem Depot. Drittens ein Honorar, das weder am Produkt noch an der Depotgröße hängt. Nur beim dritten Weg gibt es kein Produkt und keine Depotgröße, an der jemand mehr verdient als an einer anderen.
Was verdienen Sie, wenn ich am Ende nichts abschließe? Steigt Ihre Vergütung, wenn mein Vermögen wächst? Und: Bekommen Sie von irgendeinem Anbieter Geld – auch laufend, auch indirekt? Drei Antworten, und Sie wissen mehr als aus jeder Selbstbeschreibung.
Nicht, dass ein größerer Produktkatalog zur Auswahl steht. Sondern dass die Frage anders anfängt. Bevor über eine Anlage gesprochen wird, liegt auf dem Tisch, was schon da ist: Depots, Immobilien, Versicherungen, Beteiligungen, Liquidität. Erst dann zeigt sich, ob überhaupt etwas fehlt – oder ob zwei bestehende Bausteine dasselbe tun.
Bei einer Vermögensverwaltung erteilen Sie eine Vollmacht; jemand anderes entscheidet und handelt. Bei Vermögensberatung entscheiden Sie – mit jemandem daneben, der die Folgen durchgerechnet hat. Auch die Kostenlogik unterscheidet sich: Vermögensverwaltung wird fast immer prozentual bezahlt, Beratung kann auch zum Festpreis erfolgen. Was beides kostet, steht auf der Übersicht Was kostet ein Finanzberater?
Keine Abschlussprovision, keine Bestandsprovision, kein Ausgabeaufschlag. Unsere einzige Einnahme ist das Honorar, das Sie zahlen.
Ob 300.000 Euro oder drei Millionen: derselbe Jahresbetrag ab 2.699 Euro. Es gibt keine Depotgröße, bei der wir mehr verdienen.
Rund 1.500 Menschen in Deutschland tragen die CFP®-Zertifizierung. Fachprüfung, nachgewiesene Berufserfahrung und ein verbindlicher Ethikkodex gehören dazu.

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