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Entnahme im Ruhestand: von Kapitalerträgen leben, ohne das Depot aufzubrauchen

Wie viel darf monatlich raus, damit das Geld ein Leben lang trägt? Die Antwort steckt nicht in einem festen Prozentsatz, sondern in Reihenfolge, Steuern und Inflation – und darin, ob die Entnahme mit den Märkten mitdenkt.
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3 Denkfehler bei der Entnahme im Ruhestand

Vier Prozent kann ich einfach jedes Jahr entnehmen.

Die 4-Prozent-Regel ist ein Startpunkt für einen 30-Jahres-Zeitraum – brutto. Nach Steuern bleibt weniger, bei einem früheren Ruhestand reicht der Zeitraum nicht. Die Faustregel ersetzt keine Rechnung.

Der Durchschnitt entscheidet, wie lange mein Geld reicht.

Nicht der Durchschnitt entscheidet, sondern die Reihenfolge. Zwei schwache Börsenjahre direkt zu Beginn wirken stärker, weil aus einem bereits geschrumpften Depot entnommen wird. Gleiche Durchschnittsrendite, völlig anderes Ergebnis.

Eine feste monatliche Entnahme gibt mir Sicherheit.

Eine feste, inflationsangepasste Entnahme fühlt sich sicher an, belastet das Depot in schlechten Jahren aber am stärksten. Eine Entnahme, die in schwachen Jahren nachgibt, trägt oft länger.
Was in der Entnahmephase wirklich zählt

Die Reihenfolge der Jahre

Ein Einbruch in den ersten Ruhestandsjahren trifft härter als derselbe Einbruch später. Was früh verkauft wird, fehlt beim Aufschwung. Dieses Reihenfolge-Risiko ist der wunde Punkt jeder starren Regel.

Vier Prozent brutto sind nicht netto

Auf den Gewinnanteil jeder Entnahme fällt Abgeltungsteuer an – rund 26 Prozent inklusive Soli, gegebenenfalls plus Kirchensteuer. Die Brutto-Zahl aus der Regel und das, was auf dem Konto landet, sind nicht dasselbe.

Inflation frisst leise mit

Bei zwei Prozent Teuerung braucht man nach rund 35 Jahren fast das Doppelte für denselben Lebensstandard. Das Depot muss nicht den Anfangsbetrag tragen, sondern einen jedes Jahr wachsenden.

Fest oder dynamisch entnehmen

Eine dynamische Entnahme nach Leitplanken senkt den Betrag in schwachen Jahren und hebt ihn in starken. Sie verzichtet auf etwas Komfort im schlechten Jahr – und entschärft dafür das Reihenfolge-Risiko spürbar.
Dynamischer Entnahmerechner – Klarwerk
Dynamischer Entnahmerechner

Feste oder dynamische Entnahme – was trägt länger?

Stellen Sie Ihre Situation ein und vergleichen Sie eine feste Entnahme mit einer dynamischen Entnahme nach Leitplanken – inklusive Steuern und einem schwachen Börsenstart.

100 T€5 Mio €
500 €15.000 €
0 %8 %
0 %5 %
0 %80 %
5575
85105
Entnahme-Modus (KPIs)
Fest
Dynamisch (Leitplanken)
Steuer auf Kapitalerträge
Abgeltungsteuer 25 %
Soli 5,5 %
Kirchensteuer: aus
Stresstest
Schwacher Börsenstart
Depot reicht bis
Endkapital
nominal, am Ende des Zeitraums
Einschätzung
Depotverlauf im Vergleich
Feste Entnahme Dynamische Entnahme
Effektiver Steuersatz auf Gewinne: 26,4 % · angewandter Modus: Dynamisch
Vereinfachte Modellrechnung: konstante Rendite (bzw. schwacher Start als Stresstest), proportionale Gewinnbesteuerung mit Sparer-Pauschbetrag (1.000 €), Leitplanken ±20 % / Anpassung ±10 %. Keine Steuer- oder Anlageberatung.

Von Kapitalerträgen leben ist keine Frage einer Zahl, sondern eines Plans.

„Wie viel kann ich monatlich entnehmen?“ klingt nach einer einfachen Rechenfrage. Dahinter steckt die eigentliche Ruhestandsfrage: Wie viel darf ausgegeben werden, ohne dass das Geld zu früh knapp wird? Ein fester Prozentsatz beantwortet sie nur zur Hälfte – weil er Reihenfolge, Steuern und Inflation ausblendet.

Genau hier setzt eine dynamische Entnahme an. Statt jedes Jahr denselben, an die Inflation angepassten Betrag zu entnehmen, reagiert sie auf die Märkte: feste Ober- und Untergrenzen (Leitplanken), in schwachen Jahren eine kleinere Entnahme, dazu eine Liquiditätsreserve für Baissephasen. So muss niemand ins fallende Depot hinein verkaufen.

Mit dem Entnahmerechner auf dieser Seite lässt sich beides direkt vergleichen: eine feste und eine dynamische Entnahme, inklusive Steuern und dem Effekt eines schwachen Börsenstarts. Die Zahl am Ende ist nicht das Ergebnis – sie ist der Anfang der Überlegung.

Ein tragfähiger Entnahmeplan ist deshalb kein Prozentsatz, sondern eine Reihenfolge von Entscheidungen: Welcher Topf wird zuerst angetastet, welcher bleibt liegen, was passiert bei einem Einbruch im dritten Jahr. Wer das einmal durchgerechnet hat, entnimmt mit dem vollständigen Bild vor Augen.

Ihr Finanzleben verdient einen klaren Rahmen - und Menschen, die konsequent auf Ihrer Seite stehen

Warum Klarwerk für Ihre Entnahmeplanung?

Wir verkaufen kein Auszahlprodukt. Wir rechnen den Entnahmeplan durch – mit Steuern, Reihenfolge-Risiko und dem Vergleich fest gegen dynamisch. Fixpreis, keine Provisionen.

1

Wir rechnen die Reihenfolge mit

Nicht nur der Durchschnitt zählt. Wir prüfen, wie Ihr Plan reagiert, wenn die ersten Ruhestandsjahre schwach starten – und wie eine Reserve das abfedert.

2

Wir denken brutto und netto

Abgeltungsteuer, Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer verschieben die nötige Entnahme nach oben. Wir planen mit der Zahl, die am Ende auf dem Konto landet.

3

Wir arbeiten zum Fixpreis

Sie zahlen ein festes Honorar statt eines Prozentsatzes Ihres Vermögens. Was wir empfehlen, hängt nicht davon ab, was wir verkaufen.

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Über die Klarwerk-Gründer

Finanzplanung hat in Deutschland ein Glaubwürdigkeitsproblem – nicht wegen schlechter Berater, sondern wegen eines Systems, das falsche Anreize schafft.

Thomas Hens beobachtet das seit 25 Jahren aus nächster Nähe. Sebastian Raab hat es selbst durchlebt: in der Bank, beim Finanzdienstleister und in den Gesprächen mit Unternehmern und Führungskräften, die mehr wollten als Standardlösungen.

Gemeinsam haben sie Klarwerk gegründet, mit der Überzeugung, dass echte Unabhängigkeit kein Luxus sein sollte, sondern der Standard.

Das sagen unsere Kunden

Ich wollte eine feste Zahl. Am Ende habe ich verstanden, dass eine Entnahme, die sich an die Märkte anpasst, mein Geld deutlich länger trägt.
R. B.
im Ruhestand, Berlin
Zum ersten Mal habe ich gesehen, was Steuern und ein schwaches Börsenjahr am Anfang wirklich ausmachen – nicht als Theorie, sondern für mein Depot.
C. F.
Ärztin im Ruhestand, Hamburg
Kein Produktverkauf, nur die ehrliche Rechnung, wie lange mein Depot trägt. Genau das hatte ich gesucht.
M. S.
Unternehmer im Ruhestand

Was uns zur Entnahme im Ruhestand am häufigsten gefragt wird

Wie viel kann ich im Ruhestand pro Jahr entnehmen?
Die 4-Prozent-Regel nennt einen groben Startwert für 30 Jahre. Für einen längeren Ruhestand gelten oft 3 bis 3,5 Prozent als vorsichtiger. Entscheidend ist aber nicht der Prozentsatz allein, sondern wie Reihenfolge-Risiko, Steuern und Inflation einbezogen werden.
Was ist eine dynamische Entnahme?
Statt jedes Jahr denselben Betrag zu entnehmen, reagiert eine dynamische Entnahme auf die Märkte: feste Ober- und Untergrenzen (Leitplanken), in schwachen Jahren eine kleinere Entnahme, dazu eine Liquiditätsreserve. So wird in schlechten Jahren weniger verkauft und das Reihenfolge-Risiko entschärft.
Muss ich Kapitalerträge im Ruhestand versteuern?
Ja, auf den Gewinnanteil jeder Entnahme fällt Abgeltungsteuer an – rund 26 Prozent inklusive Solidaritätszuschlag, gegebenenfalls zuzüglich Kirchensteuer. Der Sparer-Pauschbetrag bleibt steuerfrei. Deshalb liegt die nötige Brutto-Entnahme höher als der reine Netto-Bedarf.

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